IM HERZEN DES BERGES

Das Kraftwerk Nant de Drance vereint einzigartige Spitzentechnologie im Herzen des Berges. Die sechs Pumpturbinen neuster Generation werden in der Lage sein, innerhalb weniger Minuten entweder eine Leistung von 900 MW Strom ins Netz einzuspeisen oder Wasser mit 900 MW Leistung hochzupumpen.

So funktioniert's …

Das Pumpspeicherkraftwerk Nant de Drance nutzt zur Produktion und Speicherung von Energie das bestehende Gefälle zwischen den beiden Staubecken. Während der Spitzenverbrauchszeiten wird das im Stausee Vieux Emosson gespeicherte Wasser zur Stromerzeugung über zwei 425 m hohe Vertikalschächte in das unterirdische Kraftwerk zu den Turbinen und dann weiter in den Stausee Emosson geleitet.

Bei geringem Strombedarf wird hingegen das Wasser aus dem Lac d'Emosson zurück in den Stausee Vieux Emosson gepumpt. Auf diese Weise ermöglicht das Pumpspeicherkraftwerk Nant de Drance die Speicherung von Elektrizität.

Nach oben

Le parcours de l'eau est le même lors des phases de pompage et de turbinage. Elle passe au travers des mêmes galeries, des mêmes puits et des mêmes groupes hydroélectriques. Les six turbines Francis installées dans la caverne des machines seront réversibles et pourront soit pomper, soit turbiner selon la phase du cycle.

Nach oben


Die beiden Staubecken

Emosson – unteres Staubecken

Der Stausee Emosson liegt auf 1930 m. ü. M. und wird durch Zuflüsse aus der Schweiz sowie aus dem Mont Blanc-Massiv in Frankreich gespeist. Für den Bau der gewaltigen Staumauer waren über 1 Mio. m3 Beton erforderlich. Emosson ist derzeit nach Grande Dixence das zweitgrösste Staubecken der Schweiz und steht mit der Höhe der Staumauer an fünfter Stelle.

  • Baujahr: 1974
  • Höhe: 180 m
  • Typ: Bogenstaumauer
  • Länge der Krone: 555m
  • Kapazität: 227 Mio. m³
  • Fläche: 327 ha
  • Länge: 4 km
  • Einzugsgebiet: 34.91 km²
  • Betreiber: Electricité d'Emosson SA (Alpiq 50%, EDF 50%)
  • Website: www.emosson.ch

Nach oben


Vieux Emosson – oberes Staubecken

Der Stausee Vieux Emosson wurde 1955 von den SBB errichtet. Derzeit wird das Wasser in den Stausee Emosson geleitet. Im Rahmen des Projekts Nant de Drance wird die Staumauer von Vieux Emosson um 20 m erhöht. Dadurch wird die Kapazität des Staubeckens verdoppelt.

Das Gebiet um Vieux Emosson ist auch für seine Dinosaurierspuren bekannt.

  • Baujahr: 1955
  • Neue Mauerhöhe: 76.5 m
  • Typ: Bogenstaumauer 
  • Länge der Krone: 205 m
  • Neue Kapazität: 25 Mio m³
  • Fläche: 55 ha
  • Länge: 1,5 km
  • Einzugsgebiet: 4,6 km²
  • Betreiber: Nant de Drance SA

Nach oben


Leistung und Wirkungs­grad

Das Pumpspeicher­kraftwerk Nant de Drance ist mit sechs Pumpturbinen vom Typ Francis mit einer Leistung von je 150 MW ausgerüstet. Diese leisten zusammen 900 MW und erzeugen jährlich ca. 2500 Mio. kWh Strom mit einer Frequenz von 50 Hz. Die Maschinen können innerhalb von 10 Minuten aus dem Volllast-Pumpbetrieb in den Volllast-Turbinenbetrieb wechseln. Diese hohe Flexibilität ermöglicht eine schnelle Reaktion im Falle eines Spitzenstrombedarfs beziehungsweise ein schnelles Umschalten auf Stromspeicherung – einer der wesentlichen Vorzüge des Projekts Nant de Drance.

Pumpspeicherkraftwerke erzeugen unter dem Strich keine zusätzliche Energie. Die für den Pumpbetrieb benötigte Strommenge ist höher als die im Turbinenbetrieb erzeugte Menge. Dank hochmoderner Technik arbeitet das Pumpspeicherkraftwerk Nant de Drance mit einem Wirkungsgrad von mehr als 80 %. Das ist derzeit einer der höchsten Wirkungsgrade in der Stromerzeugung und der Stormspeicherung.

Nach oben


380-kV-Leitung

Die Inbetriebnahme der Anlage Nant de Drance erfordert einen Ausbau des Höchstspannungs-netzes zwischen Châtelard und dem Rhônetal. Das Projekt sieht vor, einer der beiden bestehenden 220-kV-Stränge durch einen 380-kV-Strang zu ersetzen. Dazu braucht es neue Masten. Das Teilstück Châtelard – La Bâtiaz ist bereits im Bau. Planung und Bau dieser für den Betrieb des Kraftwerks unabdingbaren Stromleitung übernimmt der Schweizer Netzbetreiber Swissgrid. Weitere Informationen zur Höchstspannungsleitung zwischen Châtelard und Rosel erhalten Sie bei: Swissgrid

Nach oben